RoadtripUSA

Nashville – The Music City

Unser erstes großes Ziel des Roadtrips war “The Music City” – Nashville. Countrymusik, Cowboystiefel, Line Dance und natürlich Johnny Cash! Wir fuhren in die Stadt über Hendersonville, einem chicen Vorort im Nordosten von Nashville. Dort liegt Hendersonville Memorial Gardens, ein großer typisch amerikanischer Friedhof mit blühenden Kirschbäumen und, mittendrin, die letzte Ruhestätte von Johnny Cash und seiner Frau June Carter Cash. Zwei große schwarze Platten mit goldener Schrift erinnern an das berühmte Musikerpaar. Grabstelle von Johnny Cash und June Carter CashDort zu stehen, wo der Man in Black neben der Liebe seines Lebens begraben liegt, war ein recht bewegender Moment, der einem ein bisschen Gänsehaut bereitet. Wir haben kurz inne gehalten (und ein paar Fotos gemacht) und dann unsere Fahrt in die Stadt fortgesetzt.

Da es innerhalb der Stadt keine Campingplätze gibt, entschieden wir uns für den Two Rivers Campingplatz, ca. eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt, von wo es ein Shuttle zum Broadway, der Hauptstraße von Nashville, geben sollte. Nachdem wir unser Plätzchen bezogen haben, buchten wir uns telefonisch unser Shuttle und fuhren ins Zentrum des Geschehens. Dort angekommen bekamen wir gleich die volle Dröhnung von Music City: aus Kid Rock’s Restaurant schallte Musik aus drei Etagen, die umliegenden Bars versuchten noch zu übertrumpfen, auf dem Broadway hielten ein paar aufgemotzte Motorräder ebenfalls mit lauter Musik an der Ampel und Menschenmassen drängelten die Straße hoch und runter. Verrueckte Bikes hier

Na das kann ja was werden 😉 Wir hatten ein paar Tipps von Eric aus New York und von unserer Shuttle Fahrerin bekommen, denen wir versuchten zu folgen. Der erste Gang ging jedoch in einen Souvenirshop: wir probierten ein paar Cowboyhüte und kauften den obligatorischen Souvenirmagneten (in Form eines übergroßen Gitarrenplektrums). Danach machten wir uns auf die Suche nach einer netten Bar mit Live Musik, wovon es hier unzählige gibt. Wir folgten Eric’s Tipp und gingen zu “Layla’s”, wo gerade eine bunt zusammengewürfelte Band auf der winzigen Bühne spielte: Woodoo Stingray ist eine frisch entstandene Bluegrass Band, die hier ihre Songs zum Besten gab. Nach ein oder zwei lokalen Bierchen zogen wir weiter zum “Wildhorse Saloon”, einer riesigen Tanzhalle mit mehreren Bars, Essen und einer Live Band, die die bekanntesten Country Hits spielte. Und hier wurde Dani’s Wunsch erfüllt: Line Dance zum Mitmachen ;-D Da sie jetzt nicht unbedingt das Naturtalent im Tanzen ist, wurde es zum Spaß für Dani und Denis (der nur zuschaute und Videos machte, die wir euch lieber ersparen :-P). Wir tranken noch ein paar Drinks mit dem “Wild Horse” und ließen uns von unserem Shuttle wieder zurück zu unserem rollenden Zuhause fahren.

Nach einer überraschend erholsamen Nacht (trotz Lage direkt am Highway) machten wir uns am nächsten Vormittag wieder auf den Weg zum Broadway. Der erste Punkt auf der Tagesordnung: das Johnny Cash Museum. Auf liebevolle Art wird dort das gesamte Leben des Musikers rekapituliert und man kann viele persönliche Gegenstände von ihm bestaunen: seine Gitarren, handgeschriebene Songtexte, Kleidung (er war übrigens überraschend groß und lebte zumindest schuhtechnisch auf ziemlich großen Fuß: Größe 13,5 – das entspricht ca. Gr. 47), goldene Schallplatten und Fotos. Zudem erfuhren wir, dass er auch gemalt hat und sich für viele gemeinnützige Zwecke eingesetzt hat. Nach einem anschließenden Gang durch den Souvenirshop war es Zeit etwas zu essen.

In Robert’s Diner fanden wir alles was wir brauchten: leckere günstige Burger mit einem kühlen Getränk dazu 🙂 Gestärkt ging es weiter über den “Music City Walk of Fame” (mit Gedenksteinen für Johnny Cash, Elvis und Co) in einen anderen Teil der Stadt, wo sich der Plattenladen “Third Man Records” von Jack White (von der Band The White Stripes) befindet. Dort kann man selbverständlich jede Menge Platten und Merchandise des Labels kaufen, aber auch seine eigene persönliche Schallplatte aufnehmen. In dem Laden befindet sich ein winziges Tonstudio (etwa so groß wie eine Telefonzelle), ein so genannter “Voice-o-graph”. In der kleinen Holzzelle von 1947 haben schon U2, Willie Nelson, Neil Young und natürlich Jack White selbst ihre Werke verewigt. Man bekommt von der Kasse einen Chip, quetscht sich in die kleine Kabine und überlegt sich bestenfalls bereits vorher, was man zum Besten gibt, denn man hat nur einen Versuch. Sobald man den Chip eingeworfen hat, geht das rote Licht an und man kann sein 150 Sekunden-Kunstwerk unwiderruflich auf Vinyl pressen. Wir haben uns vorher unseren kleinen Reisesong im Stil von Johnny Cash´s „Folsom Prison Blues“ ausgedacht und fast fehlerfrei eingesungen und dann festgestellt, dass 150 Sekunden erstaunlich lang sein können ;-D Also noch schnell verewigen, wo wir sind und schon einmal unsere Rede für die Preisverleihung unseres Nummer Eins Hits proben. Wer einen Plattenspieler hat, darf uns gern nächstes Jahr einladen und sich dieses Meisterwerk zu Gemüte führen.      ;-P

Anschließend ging es zurück zum Broadway (wo die neu geborenen Stars hingehören) und wir schauten uns nach der passenden Bekleidung für echte Country Sänger um. Direkt am Anfang des Broadways gibt es einen Cowboy Stiefel Shop, der mit dem unglaublichen Angebot “Kauf 1 Paar, bekomme 2 Paar gratis” lockt. Wir haben die schönsten Exemplare anprobiert, aber bei Preisen ab 350$ hat leider unser Budget und unser begrenzter Platz im Gepäck gegen einen Kauf gesprochen…🙁

Also ging es doch wieder zurück in die Bar, wieder zu Layla’s, wo heute eine typische Countryband mit Jeans, karierten Hemden und Cowboyhüten die bekannten Hits zum Besten gab.

Ein schöner Abschied aus “The Music City” – morgen geht es weiter zu Denis’ Wunschziel: nach Lynchburg, Tennessee!

Hier gehts zur Gallerie: Nashville

~ English Version ~

Our first big destination of our roadtrip was „The Music City“ – Nashville. Countrymusic, Cowboy boots, Line Dance and of course Johnny Cash!

We entered the city via Hendersonville, a nice suburb in the north east of Nashville. There you can find Hendersonville Memorial Gardens, a huge, typical American cemetery with blooming cherry trees and, right in the middle, the last resting place of Johnny Cash and his wife June Carter Cash. Two big black plates with golden inscription remind of the famous musician couple.

Standing right there, where the Man in Black is buried right next to the love of his life was a quite touching moment which also sent some chills down our spines. We rested for a moment (and took some pictures) and continued to the city.

Since there are no campsites within the city centre, we chose the Two Rivers campsite, which is about half an hour away from the city centre and offers a shuttle to the Broadway, the main street of Nashville. After we moved into our site we ordered the shuttle service by phone and drove to the city centre. When we arrived, we got Music City at it´s best: loud music from Kid Rock´s three floor restaurant, the bars nearby try to be even louder, on the Broadway were some fancy motorbikes, who played music too, stopped at the traffic light and heaps of people pushed the street up and down. Well, that´s going to be fun 🙂 We got a few recommendations from Eric from NY and from our shuttle driver, which we tried to follow. But the first stop was at a souvenir shop: we tried on a few cowboy hats and bought our souvenir magnet as usual (shaped like a giant guitar plectrum). Afterwards we looked for a decent bar with some live music, and there are plenty of them. We followed Eric´s advise and went to „Layla´s“, where a ragtag band played on the tiny stage: Woodoo Stingray is a bluegrass band which just started a few weeks ago. After we had one or two local beer we moved on to the „Wildhorse Saloon“, a huge dance hall with several bars, food and a live band, which played the typical country evergreens. And here Daniela´s dreams came true: Line Dance to join in for everybody ;-D

Since Daniela is not a natural born dancing queen, it was a lot of fun for her and Denis (who just watched and took videos, but believe me, you don`t wanna see that! :-D) After a few drinks with the „Wild Horse“ we took the shuttle back home to our home on wheels.

After a surprisingly quiet night (the campsite is located right next to the highway) we went back to the Broadway the next morning. First point of the agenda: the Johnny Cash Museum. There you can learn everything about his life in lovely set up displays and see some personal belongings of him: his guitars, handwritten lyrics, his clothes (he was surprisingly tall and had quite big feet: size 13,5 – equals about EU size 47), golden records and pictures. Furthermore we learned, that he was a painter too and did a lot for charity organisations. Afterwards we took a stroll through the souvenir shop and then is was time for some lunch.

At Robert´s Diner we found everything we needed: delicious, cheap burger with a cool drink 🙂 Afterwards we went on via the „Music City Walk of Fame“ (with memorials for Johnny Cash, Elvis and co) to another part of the city, where you can find the record store „Third Man Records“ of Jack White (of the White Stripes). There you can not only buy heaps of records and merchandise of course, but also record your very own vinyl. In this shop you can find a tiny little record studio, about as big as a phone box, a so called „Voice-o-graph“.

In this tiny wooden booth from 1947, U2, Willie Nelson, Neil Young and of course Jack White himself already recorded their songs. You get a token from the cashier, squeeze yourself in the the tiny cabin and if you are smart, you already think ahead what you wanna do in there, since there is only one chance for the record. As soon as you push in the token, the red light turns on and your 150 seconds long master piece will be engraved into the vinyl forever. We made up our own little travel song in the style of Johnny Cash`s „Folsom Prison Blues“ (already in advance) and sang it almost without any mistakes, just to find out afterwards, that 150 seconds are actually quite long ;-D So we recorded the current place and date as well and already practised our speech for the award show of our number one hit. So if you have a record player, you are more than welcome to invite us next year to listen to our master piece ;-P

We went back to the Broadway (the place to be for new stars like us) and we had a look around for the perfect style for us country stars. At the beginning of the Broadwy there is a Cowboy boots shop, which has the irresistible offer: buy one pair, get two for free! We tried on the hottest shoes, but the prices of 350$ a pair was definately out of our budget (and unfortunately they don´t fit in our backpacks).

So let´s go back to a bar, back to „Layla´s“, where a typical country band with jeans, plaid shirts and cowboy hats played well known country songs. A great farewell from „The Music City“ – tomorrow we will go on, to the place Denis wants to see: Lynchburg, Tennessee!

Nashville gallery this way

Ein Gedanke zu „Nashville – The Music City

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